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Kostenlose VST Klassiker

OB-Xd ist eine der weltweit beliebtesten Emulationen des analogen Oberheim OB-X (inklusive Anleihen an den OB-Xa). Der Synthesizer kombiniert den wuchtigen, dichten Sound der späten 1970er-/80er-Jahre-Klassiker mit modernen digitalen Werkzeugen. Geschichte & Lizenzmodell:
  • Ursprung: Ursprünglich als Open-Source-Projekt von Vadim Filatov entwickelt, übernahm DiscoDSP später die Weiterentwicklung und Vertreibung. Fair-Use-Modell: OB-Xd ist für nicht-kommerzielle Zwecke vollkommen kostenlos nutzbar. Für den kommerziellen Einsatz in Musikproduktionen verlangt DiscoDSP eine Lizenzgebühr.
    Klang-Engine & Aufbau:
  • Oszillatoren & Analog-Modelling: 2 Oszillatoren mit klassischen Wellenformen (Sägezahn, Rechteck/Puls) sowie Cross-Modulation und Sync. Ein integrierter „Analog Mode“ simuliert Bauteil-Toleranzen und leichte Mikro-Verstimmungen pro Stimme für das typische analoge "Leben".  
    Filter:
  • Bietet ein stufenlos morphendes Filter (Lowpass, Bandpass, Highpass sowie ein schaltbares 12dB/24dB-Slope-Verhalten.
  • Voice-Panning & Spread: Ermöglicht das Verteilen der einzelnen Stimmen im Stereofeld, was zu extrem breiten und räumlichen Synth-Pads führt. 
  • Performance: Vektorisiertes Engine-Design mit extrem geringer CPU-Last und optionalem Oversampling für saubere Höhen ohne Aliasing. Kompatibilität & Formate:
  • Cross-Platform für Windows, macOS (inkl. Apple Silicon) und Linux sowie als iOS/AUv3-App.
  • Unterstützt alle gängigen Plugin-Standards: VST2, VST3, AU, AAX, LV2 sowie Standalone.

OB-Xf ist ein aktuell laufendes Projekt des Surge Synth Teams (den Entwicklern hinter Surge XT) in der Beta-Phase. Es handelt sich um eine Open-Source-Weiterentwicklung der ursprünglichen, freien Codebasis von OB-Xd.  
Entstehung & Open-Source-Hintergrund
  • Abspaltung & Modernisierung: Nachdem der ursprüngliche Entwickler (2DaT) den Quellcode von OB-Xd damals freigegeben hatte und discoDSP die Marke weiterführte, hat das Surge-Team den alten Open-Source-Code übernommen, aufgeräumt und komplett modernisiert.  
  • 100 % Free & Open Source: Wie Surge XT ist OB-Xf vollständig kostenlos (GPLv3-Lizenz) ohne kommerzielle Einschränkungen oder Bezahlschranken.  
Technische Fakten & Neuerungen gegenüber OB-Xd
  • Surge-Infrastruktur: Profitiert von den stabilen Unterbau-Libraries der Surge-Engine (überarbeitetes Preset-Management, verbesserte GUI-Skalierung und höhere Stabilität).  
  • Code-Optimierung: Zahlreiche Bugfixes an der Sound-Engine, den Filter-Algorithmen und der Parameter-Verarbeitung.
  • Keine direkte Preset-Kompatibilität: Ältere Presets und Bänke direkt aus OB-Xd (.fxb/.fxp) lassen sich aufgrund geänderter Parameter-IDs nicht ohne Konvertierung direkt in OB-Xf laden.
Formate & Kompatibilität
  • Moderne Plugin-Standards: Verfügbar als VST3, CLAP, AUv2, LV2 sowie als Standalone-Anwendung. (Hinweis: VST2 wird bei Neubauten vom Surge-Team generell nicht mehr bereitgestellt).  
  • Plattformen: Cross-Platform für Windows, macOS und Linux.

Der Minimogue VA (ursprünglich von Glen Stegner/Gunnar Ekornås entwickelt) ist einer der bekanntesten Freeware-Klassiker unter den virtuell-analogen Synthesizern. Er emuliert den legendären Minimoog, erweitert dessen Konzept aber um moderne Funktionen.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
  • Vorbild & Emulation: Basiert auf der Architektur des Minimoog-Monosynths, bietet aber eine erweiterte Funktionalität (z. B. umschaltbare 5-stimmige Polyphonie oder klassisch monophon).
  • 64-Bit VST2/VST3 Support (Version 3.0): Während der Plugin-Klassiker jahrelang als veraltetes 32-Bit-Plugin (SynthEdit) galt, existiert durch Updates (u. a. gehostet bei Memorymoon) eine moderne 64-Bit-Version (VST2 und VST3) mit verbesserten Oszillatoren und Zero-Delay-Filtern.
  • Erweiterte Oszillatoren & Filter:
    • 3 Oszillatoren (Osc 1 mit eigener Stimmung, Osc 2 & 3 mit Fine-Tuning).
    • Oszillator-Sync und Overdrive-Regler pro Oszillator sowie ein globaler Overdrive-Filter.
    • Umschaltbares Moog-Filter (24dB) sowie SEM-Filter (12dB) mit stufenlosem Crossfade zwischen Lowpass und Highpass.
  • Integrierte Effekte & Modulation:
    • Eingebauter Arpeggiator.
    • Digitales Stereo-Delay (mit Bucket-Brigade-Emulation/Cutoff), Chorus und eigener LFO für Pitch-Drift und Panning.
  • MIDI-Steuerung: Bietet volle MIDI-CC-Unterstützung und eine MIDI-Learn-Funktion für Regler und Parameter.
  • Plattform: Ursprünglich nativ für Windows (VST); lässt sich unter Linux in DAWs wie REAPER problemlos via Yabridge/Wine als 64-Bit-Plugin einbinden.

Das Steinberg Model E ist ein Pionier-Synthesizer der Software-Geschichte.
Pionierrolle & Meilenstein
  • Veröffentlichung: Im Jahr 2000 als eines der allerersten kommerziellen VSTi-Instrumente (VST 2.0 Standard) auf den Markt gebracht.  
  • Klassiker-Reboot: Später stellt Steinberg das Plugin kostenlos im Rahmen des VST Classics Vol. 1 Pakets zur Verfügung.  
Synthese & Architektur
  • Moog-Vorbild: Konzeptionell und optisch stark an den legendären Moog Minimoog Model D angelehnt.
  • Oszillatoren: 3 Oszillatoren mit je 6 Wellenformen plus ein Rauschgenerator (Noise).  
  • Filter: 2-Pole (12 dB) und 4-Pole (24 dB) Tiefpassfilter mit Envelope-Modulation und Key Tracking.  
  • Erweiterungen zum Original: Im Gegensatz zum echten analogen Minimoog bietet das Model E bis zu 64 Stimmen Polyphonie (mehrstimmig spielbar) sowie 16-fache Multi-Timbralität und Stereo-Spread.  
Performance & Systemressourcen
  • CPU-Last: Auf modernen Rechnern verbraucht das Synth-Engine nahezu 0 % CPU, da der Code auf Systeme der späten 1990er/frühen 2000er Jahre (wie Pentium II) ausgelegt war.
Sound & Einsatzbereich
  • Erzeugt knackige, durchsetzungsfähige Bässe, helle Synths und Vintage-Leads.
  • Klingt weniger "analog-warm" als moderne, hochkomplexe Emulationen (wie von Arturia oder UAD), eignet sich dafür exzellent als direkter, unkomplizierter Arbeits-Synth für schnelle Skizzen.
Eigenschaft Details
Plugin-Format VST2 (32-bit & 64-bit)
Syntheseart Subtraktive virtuelle Analogsynthese
Preis Ursprünglich kommerziell, heute kostenlos (Freeware / Unsupported)
Speicherplätze 128 Presets/Patches

Das Kawai K1v von Nils Schneider (NILSi) ist eine sehr gute, kostenlose Emulation des Hardware-Synthesizers Kawai K1 aus dem Jahr 1988. Dieser war mein erster polyphoner Synth.
Die wichtigsten Besonderheiten & Fakten
  • Bit-Identische Emulation (Bit-Perfect):Das Plugin ist keine bloße Nachbildung des Klangs, sondern nutzt ein Reverse-Engineering der originalen Kawai-K1-Firmware. Es verarbeitet die Signale bit-genau so wie die originale Hardware (inklusive der charakteristischen 12-Bit-PCM-Samples und der 8-Bit-Architektur).
  • Additive Synthese & Lo-Fi PCM:Der K1 besitzt keine klassischen analogen Filter (kein VCF / kein Resonanzfilter). Der Sound entsteht durch das Mischen von 256 Wellenformen:
    • 204 Waveforms: Additiv synthetisierte Wellenformen (aus Harmonischen aufgebaut).
    • 52 PCM-Samples: Frühe Lo-Fi-Acoustic- und Drum-Samples.
    • Sound-Charakter: Bekannt für rohe, digitale 80er-Jahre-Texturen, glockige E-Pianos, Lo-Fi-Pads und schmutzige Bässe.
  • Vollständige Vektor-Synthese (Joystick):Über den integrierten virtuellen Joystick lässt sich das Lautstärkeverhältnis von bis zu 4 Oszillatoren (Single Sources) in Echtzeit mischen und morphingartig steuern.
  • Hohe Polyphonie:Während die Hardware auf 16 Stimmen begrenzt war, bietet das Plugin eine erweiterte Polyphonie von bis zu 128 Stimmen.
  • Kostenlos & Plattformübergreifend:
    • Formate: VST2, VST3, AU und CLAP (64-Bit).
    • Betriebssysteme: Windows, macOS und Linux.
  • Vollständige SysEx- & Hardware-Kompatibilität:
    • Das Plugin liest und sendet originale SysEx-Dateien (.syx) des Kawai K1.
    • Es kann als Editor/Librarian für einen echten Kawai K1 (K1, K1m, K1r) verwendet werden.
    • Sämtliche Werksbänke (Factory Banks) aller K1-Varianten sind im Plugin bereits direkt enthalten.
  • Multi-Format & Multi-Out:Unterstützt den Multi-Mode (bis zu 8 Sounds gleichzeitig auf verschiedenen MIDI-Kanälen) inklusive individueller Output-Steuerung für REAPER-Spuren.


GR-8 von Phuturetone ist ein kostenloser, virtuell analoger Synthesizer (VST3/AU) für Einsteiger. Er wird wegen seines warmen Vintage-Sounds im Stil klassischer Hardware-Synths der 80er-Jahre (wie der Roland-Juno- oder Polysix-Reihe) geschätzt.  
Die wichtigsten Fakten im Überblick
  • Kostenlos: Das Plugin ist vollständig freeware und direkt einsatzbereit.  
  • Stimmarchitektur: 8-stimmige Polyphonie mit 4 Modus-Optionen: Mono, Unison (8 Stimmen gestackt), Chord (4 Stereo-Akkordnoten) und Poly (8 Stimmen).  
  • Oszillatoren:  
    • OSC 1: Triangle, Saw, Pulse, Square.  
    • OSC 2: Sine, Saw, Pulse, Noise.  
    • Oszillator-Effekte: Cross Modulation (FM), Pulse Width Modulation (PWM) und Sync.  
  • Filter-Sektion: Ein resonantes Tiefpass-Filter (12, 18 oder 24 dB/Okt.) kombiniert mit einem einfachen Nicht-resonanten Hochpass-Filter.  
  • Modulation & Arpeggiator: 1 LFO, 2 ADSR-Hüllkurven (Amp & Filter/Pitch) sowie ein eingebauter Arpeggiator mit 5 Modi (Up, Down, Alt 1, Alt 2, Random) über 4 Oktaven.  
  • Integrierte Effekt-Kette: Beinhaltet EQ, Distortion, Phaser, Chorus/Flanger, Delay und Reverb.  
Sonstige Besonderheiten
  • 88 inspirierende Presets.
  • Automations-Kompatibilität ab v1.2.0: In Version 1.2.0 wurden die Parameter-IDs für die Automation in DAWs angepasst. Wenn du sehr alte Projekte vor Version 1.2.0 öffnest, steuern bestehende Automationsspuren eventuell andere Parameter an (Presets sind davon nicht betroffen).
  • Effiziente Performance: Der Synthesizer ist extrem ressourcenschonend programmiert und läuft auch auf schwächeren Systemen oder unter Linux via Wine/Yabridge flüssig.


Der JE-8086 (von The Usual Suspects / DSP56300 Project) ist die hervroragende Emulation des  legendären Virtuell-Analogen Synthesizers Roland JP-8000.
Key Facts & Eigenschaften
  • Low-Level Emulator (DSP/ROM-basiert): Das Plugin simuliert nicht nur die Oberfläche nach, sondern emuliert die eigentliche Hardware/DSP-Architektur der späten 90er Jahre. Der Klang – inklusive der ikonischen Supersaw-Wellenform für Trance, Dance und Techno – entspricht somit exakt dem Original. 
  • Firmware/ROM erforderlich: Da es sich um einen echten Emulator handelt, benötigt der JE-8086 die originale JP-8000 / JP-8080 Firmware-Datei (ROM Dump), um zu funktionieren. Die Entwickler dürfen diese aus rechtlichen Gründen nicht mitliefern; sie muss separat im Plugin-Ordner abgelegt werden.
  • Kostenlos (Open Source / Freeware).
  • Format- & Plattformunterstützung:
    • Systeme: Windows, macOS (Intel & Apple Silicon) sowie Linux.  
    • Plugin-Formate: VST2, VST3, Audio Unit (AU), CLAP und LV2 (64-Bit).  
  • Presets & Kompatibilität: Das Plugin lädt die Original-Presets des JP-8000/JP-8080 und erlaubt auch den Austausch von Sysex-Daten/Presets mit der echten Hardware.
  • Performance / CPU: Da die Motorola-DSP-Architektur in Echtzeit emuliert wird, ist die CPU-Last wesentlich höher als bei Standard-VSTs. Ich zumindest hatte mit meinem Laptop in REAPER große Schwierigkeiten, finde das PlugIn aber dennoch toll!


TAL-BassLine Free von Togu Audio Line (Patrick Kunz) ist einer der bekanntesten virtuell-analogen Freeware-Synthesizer der späten 2000er-Jahre. Er wurde speziell für druckvolle Bässe, Acid-Lines und Chiptune/Arpeggio-Sounds entwickelt.
Emulation des Roland SH-101
  • Hardware-Vorbild: Die Architektur und das Layout basieren direkt auf dem legendären Mono-Synthesizer Roland SH-101.
  • Kein Menü-Diving: Sämtliche Regler, Fader und Schalter sind auf einer einzigen, übersichtlichen Benutzeroberfläche untergebracht.
Klangsynthese & Oszillatoren
  • Oszillator-Sektion: Bandbegrenzte Sägezahn- und Rechteck/Puls-Wellenformen.
  • Sub-Oszillator: Flexibel zustimmbar (Rechteck -1/ -2 Oktaven sowie Puls -1/ -2 Oktaven) für extrem tiefe Fundamente.  
  • Noise Generator: Integrierter Rauschgenerator für perkussive Attack-Sounds und Effekte.
Filter & Modulation
  • Filter-Charakter: Ein eigenwilliges -18 dB/Oktave Lowpass-Filter. Durch asymmetrische und leicht unvorhersehbare Komponenten erzeugt es einen sehr organischen, warmen Analogsound mit starker Eigenschwingung (Self-Oscillation) bei hoher Resonanz.  
  • Schnelle Hüllkurve: Sehr knackige, nicht-lineare ADSR-Hüllkurve, die speziell für druckvolle Bass-Attacks optimiert ist.  
  • Arpeggiator & Unisono: Bietet einen einfachen integrierten Arpeggiator (Up, Down, 1 Octave) sowie einen 2x Unisono-Modus für breitere Sounds.  
Aktueller Status & Nachfolger
  • Legacy-Status: Das ursprüngliche Freeware-Plugin wird von TAL nicht mehr aktiv weiterentwickelt und basiert auf älteren Plugin-Standards (VST2 / AU).

Dexed ist eine der populärsten und präzisesten Emulationen des ikonischen FM-Synthesizers Yamaha DX7. Das Open-Source-Plugin (GPL v3) dient sowohl als eigenständiger Software-Synthesizer als auch als Editor und Librarian für reale FM-Hardware. Kernfunktionen & Synthese:
  • Klassische FM-Architektur: 6 Operatoren und 32 Algorithmen, die das mathematische Modell der Yamaha-FM-Synthesizer exakt nachbilden.  
  • Klang-Engine-Modi: Bietet Umschaltmöglichkeiten zwischen verschiedenen Engines – von einer modernen, sauberen 24-Bit-Berechnung bis hin zu einer "Mark I"-Engine mit 10-Bit-Sinetables, um das typisch raue, leicht lo-fi-artige Verhalten der originalen DX7-Wandler nachzuahmen.  
  • Visuelle Übersicht: Anders als das Original mit seinem kleinen zweizeiligen Display zeigt Dexed alle 144 Parameter und Envelopes aller 6 Operatoren übersichtlich auf einer einzigen Oberfläche an.  
SysEx & Hardware-Integration (Librarian/Editor)
  • SysEx-Kompatibilität: Dexed kann originale .syx-Dateien des DX7 sowie des TX7 importieren, exportieren und laden. Dadurch steht der Zugriff auf zehntausende kostenlose Vintage-Presets aus dem Internet offen.  
  • Patch-Editor für DX7 & Volca FM: Angeschlossen über MIDI lässt sich Dexed als komfortabler Editor für einen echten Yamaha DX7 oder Korg Volca FM nutzen – Soundänderungen im Plugin werden in Echtzeit an die Hardware gesendet.  
Moderne Erweiterungen
  • Zusätzliche Filter: Enthält zusätzlich ein globales Cutoff- und Resonanz-Filter, das es beim originalen DX7 nicht gab.  
  • Standard-Features: Unterstützt MPE (MIDI Polyphonic Expression), Microtuning (SCL/MTS-ESP), MIDI Learn sowie VU-Meter pro Operator.  
Formate & Plattformen  
  • Cross-Platform für Windows, macOS und Linux.  
  • Formate: VST3, AU, CLAP, LV2 sowie als Standalone-Anwendung.